Der südliche Teil des amerikanischen Doppelkontinentes nennt sich Südamerika. Mit einer Fläche von 17.84 Millionen Quadratkilometern und über 388 Millionen Menschen ist Südamerika der viertgrößte Kontinent der Erde nach Asien, Afrika und Nordamerika. Die größte Stromebene in Südamerika bildet das Amazonasbecken (Amazonien), welches eine äquatoriale Regenwald-Tiefebene ist, die mit etwa 10.000 Zuflüssen vom Amazonas entwässert wird. Der Amazonas fließt von den Anden über den gesamten Kontinent und ist mit circa 6450 Kilometern der längste Fluss des südamerikanischen Kontinents. Die längste überseeische Gebirgskette der Erde sind die Anden an der Westküste. Von Venzuela zieht sich das Hochgebirge über 7500 Kilometer entlang des Pazifiks bis zur Südspitze Patagoniens. Der Aconcaqua in den Anden liegt an der Grenze zwischen Argentinien und Chile und ist mit 6962 Metern der höchste Berg der Anden, Südamerikas und auch höchster Berg außerhalb Asiens. Die Region der Anden ist aufgrund ihrer Lage am aktiven Kontinentalrand von Erdbeben und Vulkanismus geprägt.

Zum Großteil besteht das Anden-Orogen aus vulkanisch-sedimentären Deckenschichten, mittel- und jungpräkambrischenGrundgebirgen und nachpräkambrischen Sedimentbecken. Der Atlantische Ozean grenzt im Osten an den Kontinent, im Westen ist es der Pazifische Ozean. Die wichtigsten Sprachen sind Portugiesisch (Brasilien) und Spanisch, da der südliche Kontinent 1494 zwischen Portugal und Spanien aufgeteilt wurde. Desweiteren wird auch niederländisch, französisch, englisch, deutsch, italienisch und walisisch gesprochen. Es wird davon ausgegangen, dass die erste Besiedlung von Südamerika zwischen 20.000 und 10.000 vor Christus statt fand. Das Klima in Südamerika ist überwiegend tropisch, das Feuerland hat Anteil am subpolaren Klima, der Süden hat Anteil am gemäßigten Klima. Im Bereich der Anden wird das Klima von der Höhenlage bestimmt.